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Zwei bekannte Namen kommen in der Bezeichnung der Stiftungsprofessur zusammen: „Heinrich Hertz“ arbeitete von 1889 bis zu seinem Tod im Jahr 1894 als Professor an der Universität Bonn. Vor seinem Ruf nach Bonn hatte Hertz bereits in Karlsruhe die Existenz elektromagnetischer Wellen experimentell nachgewiesen und die sogenannten „Maxwell-Gleichungen“ bewiesen.
Hertz hat aber auch auf anderen Gebieten wesentliche Beiträge geleistet. So geht z. B. die Entdeckung des Photoeffekts, also der Auslösung von Elektronen aus Metallen bei kurzwelliger Beleuchtung, auf ihn zurück. Damit hat Hertz auch die Grundlage für die Entdeckung der Quantenoptik gelegt, die neben der Wellennatur als „zweites Gesicht“ des Lichts bezeichnet werden kann. Der Name „Heinrich-Hertz-Stiftungsprofessur“ macht deutlich, dass in der neuen Arbeitsgruppe die Tradition von Hertz fortgeführt werden soll: Arbeitsgebiete sind die Angewandte Optik und damit verbunden die Festkörperphysik. Auch mehr als 100 Jahre nach dem Tod von Hertz ist dieses Arbeitsgebiet noch voll von unentdeckten wichtigen und spannenden physikalischen Effekten. Die Optik gilt als Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts zur Erfassung, Übermittlung, Speicherung und Darstellung von Informationen. Die Professur wurde von der Deutschen Telekom AG gestiftet. Damit setzt die Deutsche Telekom AG ein sichtbares Zeichen. Die Förderung der Deutschen Telekom AG umfasst die Bereitstellung von Personal- und Sachmitteln. Das Engagement der Deutschen Telekom AG hat gute Gründe: Zum einen soll eine Stiftungskultur begründet werden, die in Deutschland im Gegensatz z. B. zu den USA noch wenig verbreitet ist. Studenten, die in der Arbeitsgruppe ihren Diplom- oder Doktorabschluss erwerben, können sich bevorzugt auf Stellen bei der deutschen Telekom AG bewerben, die so qualifizierten Nachwuchs bekommt. Insbesondere Existenzgründungen von Absolventen der Hertz-Gruppe sollen besonders gefördert werden. Gehen aus den Forschungsarbeiten neue Techniken hervor, so hat die Telekom AG daran besondere Lizenz- und Nutzungsrechte. Die Auswahl der Forschungsprojekte erfolgt allerdings in großer Freiheit und Unabhängigkeit, die durch einen Stiftungsvertrag garantiert ist. Ist die Kompetenz der Hertz-Gruppe für die Deutsche Telekom AG wichtig, so leisten wir Beratungsdienste. Die Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom ist eine "win-win"-Situation, von der beide Partner profitieren. |
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