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Kosmologie
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| 0 - 10-43s: | Was
in dieser Zeit passierte, ist heute noch nicht bekannt. Man geht
davon aus, daß es noch keine Materie, dafür aber sehr
viel und sehr große Energie gab. |
| nach 10-43s: | Auch
hier gibt es noch keine exakten Erkenntnisse oder Theorien, da zu
hohe Energien herrschten, als das man die Situtation in diesem Stadium
des Universums an den Teilchenbeschleunigern bisher hätte simulieren
können. Es gibt eine sogenannte "Theory of Everything",
kurz TOE. In dieser geht man davon aus, daß alle Kräfte
noch in einer einzigen, der sogenannten "Urkraft", vereinigt
sind. Außerdem existierten schon alle heute bekannten Elementarteilchen
mit einem Gleichgewicht zwischen Quarks und Leptonen sowie zwischen
Materie und Antimaterie. Zusätzlich muß es aber noch
weitere Teilchen gegeben haben, die zur TOE gehörten. Das Ziel
der Physik ist es, diese TOE zu finden und zu bestätigen. |
| nach 10-35s: | Auch
hier herrschten noch zu hohe Energien, so daß es bisher nicht
möglich war, diesen Zeitpunkt des Universums im Teilchenbeschleuniger
zu simulieren. Hier hat man jedoch schon genauere theoretische Vorstellungen.
Man geht davon aus, daß die schwache und die elektromagnetische
Kraft gleich groß waren, während die Gravitationskraft
für die Erzeugung und Vernichtung der Elementarteilchen unbedeutend
war. Es existierten wohl schon alle heute bekannten, möglicherweise aber auch noch weitere, bisher nicht bekannten Elementarteilchen. Diese wurden aus der Energie über die Masseenergie E = mc2 gebildet. Weiter geht man davon aus, daß hier das Ungleichgewicht zwischen Materie und Antimaterie entstand. Warum dieses Ungleichgewicht entstand, ist bisher noch nicht erklärbar. |
| nach 10-13s: | Bis
zu diesem Zeitpunkt sind die Teilchenbeschleuniger heute in der
Lage, die Situation des frühen Universums zu simulieren. Daher
weiß man genau, welche Teilchen existierten, nämlich
alle Teilchen des Standardmodells, also die Elementarteilchen sowie
die Austauschteilchen der 4 Kräfte. Es existierten noch keine
Verbindungen zwischen Quarks, da die Energie der Teilchen noch zu
hoch ist. |
| nach 1 s: | Die
Teilchenenergien sind nun so niedrig, daß sich erstmals Hadronen,
also Quarkverbindungen, bilden. Damit besteht in diesem Zeitpunkt
die Materie aus Leptonen und Hadronen. Man hat also Elektronen,
Neutrinos, Protonen und Neutronen, es bilden sich jedoch noch keine
Atomkerne oder gar Atome. |
| nach 3 min.: | Die
ersten Atomkerne entstehen. Dabei handelt es sich hauptsächlich
um Wasserstoff-Kerne, also Protonen. Weiter gibt es noch Helium-
und Lithium-Kerne. Andere Atomkerne entstanden zu diesem Zeitpunkt
noch nichts, weil die existierenden Photonen die entstehenden Atome
durch Trennung der Elektronen vom Atomkern sofort wieder zerstörten. |
| nach 105 Jahren: | Erst
hier bilden sich die ersten Atome, ohne direkt wieder von Photonen
zerstört zu werden. Damit besteht die Materie nun aus elektrisch
neutralen Bausteinen, bei denen nur noch die Schwerkraft für
die weitere Verteilung im Raum verantwortlich ist. |
| nach 109 Jahren: | Unter
dem Einfluß der Schwerkraft, neben der elektromagnetischen
Kraft eine der beiden Kräfte mit langer Reichweite, bilden
sich die ersten Sterne. Diese bestehen zuerst noch aus den anfänglich
existierenden Atomen, Wasserstoff und Helium. Erst im Innern der
neu entstandenen Sterne herrschen die richtigen Bedingungen, d.h.
hohe Temperaturen und Materiedichten, um schwerere Atomkerne entstehen
zu lassen, die dann mit mit bestehenden Elektronen die weiteren
Atome des chemischen Periodensystems bildeten. Das Universum ist
mittlerweile schon so kalt, daß sich erste Moleküle bilden.
Nach gewissen Zeiten explodierten die Sterne, und so wurde das Material freigesetzt, aus dem sich dann später Sonnensysteme wie das unsere bilden konnten. |
| nach ca. 1,5*1010 Jahren: | In
der heutigen Zeit gibt es in unserem Universum Galaxien, in denen
Planeten um Sonnen kreisen. Das Universum dehnt sich immer weiter
aus. Im Universum kann man an hand der sogenannten "kosmischen
Hintergrundstrahlung" noch ein Nachwirken des Urknalls erkennen,
auch wenn das Universum in seinem heutigen Aussehen dem Universum
zur Zeit des Urknalls bzw. kurz danach in keiner Weise mehr gleicht.
Ob sich das Universum immer weiter ausbreiten wird, irgendwann eine
endgültige Größe erreicht oder eines Tages seine
Bewegungsrichtung umkehrt und wieder in den Ausgangszustand wie
beim Urknall zurückkehrt, ist heute noch nicht klar. |